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Bad Soden, Deutschland,
02
April
2026
|
09:00
Europe/Amsterdam

Messer unterstützt Wasserwirtschaft, Abluftreinigung und Energiemanagement mit innovativen Gasetechnologien

Messer, der weltweit größte Spezialist für Industrie-, Medizin-, Elektronik- und Spezialgase in Privatbesitz, präsentiert auf der IFAT 2026 (Halle A3, Stand 519) innovative Gaseanwendungen für die nachhaltige Wasseraufbereitung und Abluftreinigung sowie das effiziente Energiemanagement. Das Unternehmen liefert nicht nur die dafür benötigten Gase, wie Sauerstoff, Stickstoff und zurückgewonnenes Kohlendioxid, sondern unterstützt die Anwender auch mit maßgeschneiderten Lösungen und umfassendem Know-how. Das Angebot von Messer reicht von der genauen Analyse der Ausgangssituation über das Engineering bis zur Anwendungsoptimierung in der Praxis. 

Abwasserbehandlung mit Reinsauerstoff 

Die Effizienz von biologischen Klärstufen in Kläranlagen hängt stark von den Außentemperaturen ab, denn bei warmen Temperaturen sinkt die Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser. Der verminderte Sauerstoffeintrag über das Belüftungssystem zieht eine verminderte Effektivität im Abbau von Verunreinigungen nach sich. Zudem fallen Abwässer in industriellen Prozessen, wie beispielsweise in Papierfabriken, nicht selten in stark schwankenden Mengen an. Eine Steigerung der Produktion kann die vorhandenen Kapazitäten ebenfalls schnell an ihre Grenzen bringen. Für Auslastungsspitzen oder die schnelle Kapazitätsausweitung bietet Messer unter der Marke BIOX® mehrere bewährte technische Lösungen an. Sie tragen zusätzlichen Reinsauerstoff in die biologische Klärstufe ein, der von Begasungsmatten oder Injektoren in Form feiner Bläschen optimal verteilt wird. Der Reinsauerstoff verbessert die Lebensbedingungen und damit die Leistungsfähigkeit der Bakterien. Durchlaufzeiten, Schaum- und Geruchsbildung werden reduziert. Die Installation ist einfach und auch im laufenden Betrieb möglich. 

Ozonung für die vierte Reinigungsstufe 

In der vierten Reinigungsstufe einer Kläranlage lässt sich die Prozesseffizienz durch Ozon deutlich steigern: Das hochreaktive Gas kann Mikroschadstoffe wie zum Beispiel Arzneimittelrückstände sehr schnell aufbrechen und somit die Abbaubarkeit von komplexen Molekülen verbessern. Zurück bleiben überwiegend biologisch abbaubare Reaktionsprodukte, die sich in einer nachgeschalteten Filterstufe leicht aus dem Abwasser entfernen lassen. Das Verfahren funktioniert effizient und zuverlässig: Das benötigte Ozon lässt sich direkt vor Ort aus Sauerstoff gewinnen, die Integration in bestehende Anlagen ist einfach, der Wartungsaufwand minimal. Auch hier bietet Messer Komplettlösungen an, die von der Bedarfsanalyse bis zur Inbetriebnahme der Ozongewinnung und -einbringung reichen. 

Abwasserneutralisation mit zurückgewonnenem CO₂

Alkalische Abwässer fallen in vielen industriellen Prozessen und insbesondere in der Bauwirtschaft in großen Mengen an. Um die strengen Einleitungsvorschriften für geklärtes Abwasser zuverlässig einzuhalten, muss deren pH-Wert im neutralen Bereich liegen. Hier bietet sich CO₂ als umweltfreundliche und wirtschaftliche Lösung an. Das Gas entsteht beispielsweise als Nebenprodukt in industriellen Prozessen wie der Wasserstoff- oder Bioethanolproduktion. Es kann von Messer mit speziellen Anlagen zurückgewonnen, gereinigt, verflüssigt und recycelt werden. Im Wasser gelöst bildet CO₂ Kohlensäure und damit eine umweltfreundliche Alternative zu den üblicherweise eingesetzten Mineralsäuren. Weitere Vorteile: Die Salzfracht des Abwassers wird nicht erhöht, die Arbeitssicherheit verbessert und Korrosion an Anlagenteilen vermieden. 

Abluftreinigung mit Stickstoffkälte 

Bei zahlreichen industriellen Prozessen werden gasförmige Stoffe freigesetzt, die schädlich oder sogar giftig sein können. Dazu gehören zum Beispiel leichtflüchtige organische Substanzen (VOCs: Volatile Organic Compounds) aus der chemischen oder pharmazeutischen Industrie, mit denen Abgasströme hoch beladen sind. Um solche freiwerdenden Gase und Dämpfe aufzufangen, ist das DuoCondex-Verfahren von Messer eine effiziente Lösung: Das Abgas strömt durch kryogene Kondensatoren, die mit tiefkaltem, gasförmigem Stickstoff gekühlt werden. Durch die extreme Kälte verflüssigen sich die Schadstoffe an den Innenwänden, so dass sie gezielt abgetrennt und anschließend fachgerecht entsorgt werden können. Gültige Vorschriften zur Luftreinhaltung werden so zuverlässig erfüllt. Die rückgewonnenen Lösemittel lassen sich sogar in den Prozess zurückführen und wiederverwenden. 

Energieoptimierung durch tiefkalte Gase 

Gase wie Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid oder Argon werden meist in flüssiger, tiefkalter Form ausgeliefert und gelagert. Vor dem Einsatz im Produktionsprozess müssen sie erwärmt und verdampft werden – dabei geht die “Kälteenergie” in der Regel verloren. Das können Betriebe, die für ihre Prozesse auch Kälte benötigen, mit dem EcoVap-Verdampfer von Messer vermeiden. Eingebaut in die Rücklaufleitung einer Kälteanlage transferiert er die Flüssiggaskälte direkt in das umlaufende Kühlmittel. Diese Abkühlung entlastet vorhandene Strom betriebene Kälteanlagen erheblich, Energieverbrauch und indirekte Treibhausgasemissionen sinken. Zudem kommt es zu keiner Eis- und Nebelbildung an den Luftverdampfern. 

Kundenfokus und Anwendungskompetenz 

Neben einer bedarfsgerechten Gaseversorgung bietet Messer seinen Kunden anwendungsspezifische Technologien. Bewährte Konzepte und das umfassende Know-how von Anwendungsfachleuten sorgen im engen Austausch mit den Kunden für bedarfsgerechte Lösungen. Auf Wunsch installierte Pilotanlagen zeigen unter realen Betriebsbedingungen die Vorteile in der Praxis. Die benötigte Anlagentechnik wird optimal auf alle Einsatzbedingungen ausgerichtet und realisiert.