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Bad Soden, Deutschland / Nantes, Frankreich,
13
Juli
2026
|
07:30
Europe/Amsterdam

Lhyfe und der weltweit tätige Industriegasekonzern Messer erreichen einen wichtigen Meilenstein: zehnjähriger Liefervertrag und eine Beteiligung von 30 Prozent von Messer an vier Produktionsstandorten für erneuerbaren Wasserstoff

Die wegweisende kommerzielle, industrielle und finanzielle Vereinbarung stärkt die Umsatzvisibilität von Lhyfe und festigt seine Position unter den wichtigsten Akteuren im Sektor für erneuerbaren Wasserstoff. 

Lhyfe (EURONEXT: LHYFE) – einer der weltweiten Pioniere bei der Produktion von grünem und erneuerbarem Wasserstoff zur Dekarbonisierung von Industrie und Mobilität – gibt die Unterzeichnung einer bedeutenden kommerziellen, industriellen und finanziellen Partnerschaft mit Messer bekannt, dem weltweit größten privaten Spezialisten für Industrie-, Medizin-, Elektronik- und Spezialgase. Messer beteiligt sich mit 30 Prozent an vier Wasserstoffproduktionsstandorten von Lhyfe in Frankreich und Deutschland. Darüber hinaus werden die beiden Partner einen zehnjährigen Liefervertrag für erneuerbaren Wasserstoff unterzeichnen. 

Mit dieser einzigen Transaktion wird Messer nicht nur zu einem langfristigen Kunden von Lhyfe, sondern auch zu einem bedeutenden Industriepartner und Investor am Eigenkapital der Anlagen. Dies konkretisiert die von Lhyfe angekündigten Prioritäten – kommerzielles Wachstum durch indirekten Vertrieb, Umsatzsicherheit und den Nachweis der Wertschöpfung durch sein Standortportfolio – und markiert Lhyfes erste Kapitalrotation. Die Partnerschaft bringt zwei sich hervorragend ergänzende Unternehmen zusammen. Messer bringt jahrzehntelanges Know-how in den Bereichen Wasserstofftechnologien, Anwendungen, Logistik und Gasedistribution ein, während sich Lhyfe als führender Entwickler und Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff etabliert hat. 

Eine strategische Partnerschaft, die auf drei Säulen basiert 

Der auf zehn Jahre angelegte Liefervertrag stützt sich auf drei Standorte von Lhyfe in Frankreich und einen in Deutschland. Messer verpflichtet sich ab 2026 zu einer Mindestabnahmemenge, die voraussichtlich schrittweise ansteigen und mehrere hundert Tonnen pro Jahr erreichen wird. Über diese Verpflichtung hinaus strebt Messer an, die Hälfte der Produktion der drei französischen Standorte abzunehmen. Mit der Übernahme einer 30-prozentigen Beteiligung an der Gesellschaft, die diese vier Standorte hält, bestätigt Messer deren industrielle Qualität, kommerzielle Positionierung und das Wertschöpfungspotenzial der von Lhyfe entwickelten Anlagen. Messer wird sein Know-how im Bereich Industriegase einbringen, insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Betrieb, Logistik, Gase-Handling, Kundenbeziehungen und Vertrieb unterschiedlicher Gase. Diese Partnerschaft soll die Leistungsfähigkeit und Wiederstandsfähigkeit der Standorte weiter stärken und zu ihrem kommerziellen Ausbau beitragen.
Durch diese Vereinbarung sichert sich Messer den langfristigen Zugang zu erneuerbarem Wasserstoff, einschließlich RFNBO-zertifiziertem Wasserstoff, der aus mehreren Produktionsstandorten in Frankreich und Deutschland stammt. Durch die Integration dieses Wasserstoffs in sein Produktportfolio kann Messer den Dekarbonisierungsbedarf sowohl seiner bestehenden Industriekunden als auch neuer Kunden decken. 
Über die wirtschaftlichen Aspekte hinaus basiert die Partnerschaft auf einem gemeinsamen Verständnis der Marktentwicklung für erneuerbaren Wasserstoff und dessen mittel- bis langfristigem Potenzial. 

Für Lhyfe: eine Partnerschaft, die das Finanzprofil der Gruppe stärkt 

Diese Partnerschaft stärkt das Finanzprofil durch besser vorhersehbare und wiederkehrende Cashflows, die sich aus dem langfristigen Vertrag und der Mindestabnahmeverpflichtung ergeben, sowie durch eine Stärkung der Finanzlage der Gruppe durch den Verkauf einer 30-prozentigen Beteiligung an der Gesellschaft, die die vier Produktionsstandorte hält. Lhyfe wird diese Gesellschaft weiterhin voll konsolidieren und seine Kapazitäten ausbauen, um Ressourcen auf die am weitesten fortgeschrittenen, kommerziell abgesicherten und wertschöpfenden Projekte zu konzentrieren. 
Mit dieser Transaktion unternimmt Lhyfe einen weiteren Schritt in seinem Geschäftsmodell als Entwickler und Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien. Nach Abschluss der Genehmigungs-, Finanzierungs-, Bau- und Inbetriebnahmephasen demonstriert der Konzern seine Fähigkeit, den Wert seiner Anlagen durch eine erste Kapitalrotation zu realisieren, während er gleichzeitig einen Großteil des Wachstumspotenzials behält und weiterhin der exklusive Betreiber dieser Standorte bleibt – dementsprechend werden Betriebs- und Managementdienstleistungen weiterhin von Lhyfe an die Gesellschaften in Rechnung gestellt, die diese Anlagen halten. 

Der Abschluss der Transaktion wird in den kommenden Monaten erwartet und steht gemäß den geltenden Finanzierungsunterlagen weiterhin unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kreditgeber. 


Peter Mohnen, CEO der Messer SE & Co. KGaA: 
„Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein für Messer und Lhyfe und unterstreicht unser langfristiges Engagement für die Förderung der Wasserstoffwirtschaft. Durch die Sicherung des Zugangs zu erheblichen Mengen an erneuerbarem Wasserstoff stärken wir unsere Fähigkeit, die Dekarbonisierungsziele unserer Kunden und potenziellen Kunden in einer Vielzahl von Branchen zu unterstützen. Die Nachfrage nach erneuerbarem Wasserstoff steigt weiter an, und die geografisch diversifizierte Produktionspräsenz dieser Standorte ermöglicht es uns, Lieferketten zu optimieren, Transportwege zu verkürzen und transportbedingte Emissionen zu reduzieren. Wir bei Messer sehen es als unsere Verantwortung an, aktiv zur Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit beizutragen, und diese Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt hin zu einer widerstandsfähigeren, wettbewerbsfähigeren und dekarbonisierten industriellen Zukunft.“ 

Matthieu Guesné, Gründer und CEO von Lhyfe: 
„Die Entscheidung eines weltweit führenden Industriegasunternehmens wie Messer mit mehr als 125 Jahren Erfahrung, sich uns anzuschließen, sendet ein starkes Signal an die gesamte Branche. Sie bestätigt sowohl die Stärke unseres Geschäftsmodells als auch die zunehmende Verbreitung von erneuerbarem Wasserstoff in allen Industriezweigen. Gemeinsam mit Messer, das bereits seit mehreren Jahren Kunde von Lhyfe ist, teilen wir die Überzeugung, dass erneuerbarer Wasserstoff zu einem der Eckpfeiler des neuen industriellen Energiemix werden wird. Diese Vereinbarung gibt uns die Mittel an die Hand, die finanzielle Solidität von Lhyfe zu stärken, unsere Ziele weiterzuverfolgen und zunehmend transformative Großprojekte zu entwickeln, die dazu beitragen, die Dekarbonisierung Europas zu beschleunigen.“ 

 

Über Lhyfe 
Lhyfe ist eine europäische Unternehmensgruppe, die sich der Energiewende verschrieben hat, indem sie grünen und erneuerbaren Wasserstoff produziert und liefert. Mit eigenen Produktionsstandorten und Portfolio verfolgt das Unternehmen das Ziel, grünen und erneuerbaren Wasserstoff in industriellen Mengen zugänglich zu machen und ein nachhaltiges Energiesystem zu fördern, das sowohl Emissionen in Industrie- und Transportsektoren mindert als auch die regionale Energiesouveränität stärkt. 
Im Jahr 2021 nahm Lhyfe die weltweit erste industrielle Produktionsanlage für grünen Wasserstoff in Betrieb, die mit einem Windpark direkt verbunden ist. 2022 folgte die weltweit erste Pilotanlage zur Produktion von grünem Wasserstoff auf See. Seitdem hat Lhyfe vier weitere Produktionsstandorte eröffnet und errichtet oder erweitert zur Zeit zusätzliche Kapazitäten in ganz Europa. Im September 2025 entwickelte sich Lhyfe zum größten Produzenten von RFNBO-Wasserstoff in großen Mengen in Europa mittels Wasserelektrolyse. 
Lhyfe ist in 11 Ländern in Europa vertreten und beschäftigte zum Stichtag 31. Dezember 2025 188 Mitarbeitende. Das Unternehmen ist am Euronext-Markt in Paris notiert (ISIN: FR0014009YQ1 – LHYFE). Weitere Informationen unter Lhyfe.com